Traumatherapie
„Trauma heilt nicht, indem wir vergessen – sondern indem wir lernen, uns selbst mit der Zärtlichkeit zu begegnen, die wir damals gebraucht hätten.“
- Wie leicht oder schwer fällt es dir, deine Bedürfnisse auszusprechen?
- Was passiert in dir, wenn du Nein sagst – oder Nein sagen möchtest?
- Welche Situationen lösen in dir das Gefühl aus, dich schützen zu müssen?
- Wie erkennst du, dass jemand deine Grenzen respektiert?
- Gibt es Menschen oder Situationen, bei denen du dich wirklich sicher fühlst?
Diese Fragen können bei Menschen mit Bindungstrauma auftauchen.
Was bedeutet „Symptome-Bindungs-Trauma“?
Der Begriff wird oft verwendet, um zu beschreiben, wie traumatische Erfahrungen sich an bestimmte Symptome binden, sodass diese später im Leben immer wieder ausgelöst werden – selbst wenn die eigentliche Gefahr längst vorbei ist.
Man kann es sich so vorstellen:
Ein Trauma ist zu groß, um es damals ganz zu fühlen. Der Körper speichert deshalb bestimmte Aspekte davon in Form von Symptomen: Gefühle, Körperreaktionen, Gedanken, Verhaltensmuster.
Diese Symptome „springen“ später an, wenn etwas im Heute an das Damals erinnert – manchmal offen sichtbar, manchmal sehr subtil.
Dadurch entsteht das Gefühl:
„Warum reagiere ich so stark – obwohl es objektiv gar nicht schlimm ist?“
„Warum kommt das plötzlich wieder hoch?“
Das liegt nicht an Schwäche, sondern an einer traumatischen Verknüpfung im Nervensystem.
Wie entsteht das?
Trauma wirkt wie ein „Kurzschluss“ im Körper:
Das Gehirn speichert nicht die ganze Erinnerung, sondern Bruchstücke. Dazu gehören Körperempfindungen, Bilder, Gerüche, Gefühle, Stimmen, Sätze, Spannung, Panik.
Wenn etwas im Heute einem dieser Bruchstücke ähnelt, wird die alte Reaktion wieder aktiviert. Diese Reaktion ist reflexartig und nicht bewusst steuerbar.
Warum spricht man von „Symptombindung“?
Weil bestimmte Symptome eine Funktion hatten – sie schützten damals:
Erstarren (Freeze), Unterwerfung, Rückzug, Überanpassung, Selbstkritik, Schlaflosigkeit,innere Unruhe, Schmerzen oder körperliche Verspannung, emotionale Taubheit, starke Gefühlsausbrüche…
Der Körper sagt:
„Das hat uns damals geholfen zu überleben – also behalten wir es.“
Das ist keine „Fehlfunktion“, sondern ein Schutzprogramm, das nur nicht gemerkt hat, dass die Situation vorbei ist.
Viele berichten:
„Ich reagiere über, obwohl ich das nicht will.“
„Ich fühle mich manchmal wie ferngesteuert.“
„Ich weiß, dass ich sicher bin, aber mein Körper glaubt es nicht.“
„Ich schäme mich für meine Reaktionen.“
Die wichtigste Wahrheit dazu:
Das ist normal für traumatische Bindungen.
Es ist nichts, wofür man sich schämen muss.
Es bedeutet nicht, dass etwas „falsch“ mit Ihnen ist – es bedeutet, dass Ihr Nervensystem zu stark belastet wurde.
Du reagierst nicht „falsch“ – du reagierst so, wie dein Körper gelernt hat zu überleben. Und dieses Lernen kann sich wieder verändern.
Wie entsteht ein Bindungstrauma?
Ein Bindungstrauma entsteht, wenn ein Kind in den frühen Lebensjahren keine sichere, verlässliche und liebevolle Beziehung zu seinen Bezugspersonen aufbauen kann.
Es ist kein einzelnes Schockereignis, sondern eine lang andauernde emotionale Unterversorgung oder wiederholte Belastung in einer eigentlich schutzbedürftigen Phase.
Typische frühe Erfahrungen, die zu Bindungstrauma führen können:
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Unsicherheit: „Ich weiß nie, wie Mama/Papa heute reagiert.“
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Ohnmacht: „Ich kann nichts tun, um sicher zu sein.“
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Überforderung: Keine Hilfe bei starken Gefühlen
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Emotionale Vernachlässigung („niemand interessiert sich für mich“)
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Unberechenbare oder emotional instabile Eltern
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Ablehnung, Kälte oder Beschämung
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Überforderung des Kindes durch die Probleme der Eltern
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Gewalt oder Missbrauch im nahen Umfeld
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Zu viele Wechsel der Bezugspersonen oder Trennungen (z. B. Krankenhausaufenthalte ohne Nähe)
Wichtig: Selbst „alltägliche“ Situationen können traumatisch wirken, wenn sie häufig auftreten und das Kind dauerhaft in Unsicherheit leben lässt.
Was passiert innerlich?
Das Nervensystem und das Bindungssystem entwickeln sich in dieser Zeit. Wenn Bezugspersonen nicht zuverlässig sind, lernt das Kind:
„Meine Gefühle sind nicht wichtig.“
„Ich kann niemandem vertrauen.“
„Nähe ist gefährlich“ oder „Ich muss mich anpassen, um geliebt zu werden.“
Typische Folgen im Erwachsenenalter
Menschen mit Bindungstrauma haben oft:
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Angst vor Nähe oder Verlust
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Schwierigkeiten, zu vertrauen
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Starkes Bedürfnis nach Anerkennung
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Selbstwertprobleme
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Überanpassung oder Menschen-pleasing
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Probleme, Gefühle zu regulieren
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Bindungsangst oder Klammern in Beziehungen
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Angst vor Konflikten
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Wiederkehrende „toxische“ Beziehungsmuster
Das sind keine Schwächen – das sind gelernte Überlebensstrategien.
Ist ein Bindungstrauma heilbar?
Ja, aber es braucht Zeit und oft Begleitung. Hilfreich sind z. B.:
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Traumatherapie (EMDR, SE, IFS, schematherapeutische Ansätze)
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Arbeit am inneren Kind
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Aufbau von sicheren Beziehungen
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Körperorientierte Therapie (Polyvagal, Somatic Experiencing)
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Grenzsetzung, Selbstmitgefühl, Nervensystem-Regulation
Heilung bedeutet nicht „alles vergessen“, sondern neue Erfahrungen von Sicherheit und Bindung aufbauen.
Ich trage das große Anliegen in meinem Herzen, einzuladen, traumasensibel auf die Welt und auf sich selbst zu blicken. Eine Einladung, hinzusehen – dahin, wo es weh tut. Dahin, wo lange geschwiegen wurde. Wo du gelernt hast, stark zu sein, obwohl du eigentlich nur Kind warst. Wo niemand nachgefragt hat, obwohl du innerleich längst nicht mehr konntest.
Es ist mir ein tiefes Bedürfnis, Traumawissen weiterzugeben, weil ich davon überzeugt bin, dass dieses Wissen die Kraft und das Potenzial in sich trägt, dass wir als Menschheit wirklich heilen können.
Wenn wir verstehen, was Trauma ist und wie es wirkt, können wir ein neues Bewusstsein entwickeln – ein Bewusstsein, das uns in Verbindung bringt mit uns selbst, mit anderen und mit dem Leben.
Ich glaube, dass wir, wenn wir lernen, unsere verletzliche, feine und empfindsame Innenwelt zu verstehen, eine neue Haltung einnehmen können – uns selbst und allen Wesen gegenüber.
Lerne mit deinen inneren Kind-Anteilen in eine nährende und friedvolle Beziehung zu kommen, dich aus alten Mustern zu befreien und dein Leben im Hier und Jetzt bewusst zu gestalten.

Was ist das „innere Kind“?
Das innere Kind steht symbolisch für alle Gefühle, Bedürfnisse, Erinnerungen und Prägungen aus unserer Kindheit.
Es umfasst sowohl:
das verletzte Kind (z. B. traurig, ängstlich, beschämt, verlassen)
als auch das lebendige Kind (z. B. neugierig, verspielt, kreativ, spontan)
Beide Anteile leben in uns weiter – auch wenn wir erwachsen sind.
Warum ist innere-Kind-Arbeit wichtig?
In unserer Kindheit haben wir oft Verletzungen erlebt – manchmal offen (Missbrauch, Vernachlässigung, Ablehnung), manchmal subtil (zu wenig emotionale Zuwendung, zu viel Druck, fehlendes Gesehenwerden).
Diese Erfahrungen prägen unser heutiges Leben:
Wir reagieren übermäßig stark auf bestimmte Situationen.
Wir fühlen uns schnell unsicher, nicht genug, schuldig oder verlassen.
Wir wiederholen alte Muster in Beziehungen oder im Umgang mit uns selbst.
Die Arbeit mit dem inneren Kind hilft, diese alten Wunden bewusst zu machen, anstatt sie unbewusst weiterzuleben.
Vertrauen, Grenzen und Bedürfnisse wieder zu erkennen und finden ist ein Teil der Arbeit.
Ich möchte dir den sicheren Raum geben um mit dir in Kontakt zu kommen.
Sei mutig und geh den ersten Schritt Richtung Heilung.Kontaktiere mich und finde raus ob du mit mir den Weg weitergehen willst.
Ganzheitliche Traumatherapie.
Der Weg zum inneren Frieden.
